♥ Diamonds are a girl’s best friend ♥

… das wusste bereits Marilyn Monroe, berühmteste Blondine der Welt, in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts.

Diamanten, Saphire, Smaragde, aber auch alle anderen möglichen Arten von Schmucksteinen üben seit jeder eine Faszination auf den Menschen aus- so auch bei mir. Bereits als kleines Kind habe ich Steine gesammelt (damals war’s  noch eher der Bergkristall aus den Alpen als der Einkaräter..) und auch heute noch kann ich mich für Mineralien und Gesteine aller Art begeistern (vorausgesetzt natürlich, sie sind in Gelbgold gefasst!).

Ich habe jetzt seit geraumer Zeit nix von mir hören lassen, da ich operiert wurde und mich nicht gerade fit fühlte.

In der Zeit habe ich mich wieder vermehrt mit Klunkern aller Art befasst und mir ein neues Buch zum Thema gekauft, Tag und Nacht in „was ist dieses Teil hier wert?“-Schmuckforen verbracht und mich mit einem nachhaltigeren Umgang mit edlem Schmuck befasst.

Gibt es eigentlich eine nachhaltige Gewinnung von Gold und Edelsteinen? Kann man GEIL auf GlitzerGlitzer sein und trotzdem nachhaltig handeln?

Mein Eintrag hierzu wird die nächsten Tage hier erscheinen, sobald ich noch ein bisschen fitter bin, natürlich auch versehen mit einem richtig trashigen Foto!

 

Gutbürgerlicher Einzelhandel Part I $ long Version $

Der letzte Donnerstag war mal wieder so ein Tag, wo ich aufwachte und direkt wusste: heute machst du mal einfach nur das, worauf du Bock hast!

Ich bin ja gnadenloser Verfechter der 4-Tage-Woche und deswegen gehören so Tage einfach zu meinem Lifestyle dazu wie der morgendliche Kaffee (schwarz und ohne Zucker).

Das Wetter war nicht so berauschend und deshalb bin ich lieber nicht auf altbekannte Einkaufsstraßen, sondern ins Frankfurter Hessencenter gefahren. Bei der Gelegenheit wollte ich mir natürlich auch mal den neu eröffneten TK Maxx angucken da ich -sagen wir mal .. geteilte Meinungen gehört habe.

Das amerikanische Off-Price Unternehmen wirbt damit, Top-Marken und Designer Labels bis zu 60% günstiger (bezogen auf den UVP) zu verkaufen. Das Aufkaufen von Überschuss- und Saisonware und Restposten, sowie die Tatsache, dass es keine Lager gibt sondern die Ware direkt in den Filialen landet, (nach dem Motto „Was weg ist, ist weg!“) machen die Preise möglich.

Böse Zungen behaupten auch mal gerne, der TK Maxx sei so etwas wie der Kik des Bürgertums.

Ah, da ist doch wiedermal mein Stichwort!

Ein gutbürgerlicher Kik klingt jetzt zwar nicht soo verlockend, aber das muss ich als Vertreter der nachhaltigen Bourgeoisie trotzdem testen. Und drin war ich.

..und hab erstmal blöd geguckt. Ich werde förmlich vom Warenangebot erschlagen. Übersichtlichkeit ist wahrlich nicht die Stärke des Ladens aber von Weitem kann ich den Begriff „Strick“ lesen und bahne mir einen Weg durch die Gänge. Man muss hierbei ganz schön aufpassen, dass einem die im-Shoppingwahn-befindlichen Mitbürger nicht mit ihren TK-Maxx Einkaufstrolleys umfahren. Obacht Omi, meine Schuhe sind neu!!!

Endlich bei den Strickwarenständern angekommen begreife ich, dass ich hier nicht drumherum kommen werde, mich so richtig durch die Kleidung zu wühlen. Alles ist press-an-press aneinandergequetscht aufgehängt und auch nicht nach Farben sortiert, wohl aber nach Größe.

Mich interessieren natürlich am meisten die „Made in“-Schildchen, die Materialzusammensetzungen und die Designer.

Mir fällt direkt auf, dass ich eigentlich keine der Marken kenne. Das einzig wirklich hochpreisige war ein Shirt von Dorothee Schumacher (?), ansonsten sieht man eher Unbekanntes, ein paar Benetton Teile oder auch günstige Marken wie Only.

Mir springt recht schnell ein Cardigan, der aussieht wie Tante Käddas alte handgeklöppelte Sofadecke, ins Auge.

„Chiaramente- made in Italy“ steht drin. Aha. Na warum nicht. 29,99 € soll das gute Stück kosten und fühlt sich auch gut an.

Kombiniert mit diesem schwarzen, hochgeschlossenen Shirt, einer engen schwarzen Jeans und meinen 11cm hohen Schuhen seh ich in der Umkleide SOWAS VON BOURGEOIS aus, schreiiiieeee, das ist ja fast schon aristokratisch! Ich muss den Cardigan einfach nehmen.

Auf dem Weg zur Kasse versuche ich nochmal die Marke zu googlen, aber finde nicht wirklich was. Mir erscheint es nicht so, als gäbe es diese Marke wirklich. Also doch was handgeklöppeltes von Tante Kädda? Oder ihrem italienischen Pendant, Mama Giovanna?

Mein Weg kreuzt nochmal die Lederabteilung. Wer meine anderen Einträge gelesen hat, weiß ja über meinen Lederfetisch Bescheid. Ich muss also erstmal einen ganz hübsch aussehenden Gürtel nehmen und daran riechen. Hmmmm…. in Gedanken stelle ich mir vor, wie ich meinem Freund hiermit den Hintern versohlen könnte. KLATSCH!! Aber halt.. der Gürtel ist Made in India. Und tschüss.. !

Weiter geht’s im gutbürgerlichen Shoppingrausch.

Zuallererst noch ein Hinweis: Ich habe KEINE Geschäfte mit irgendwelchen Marken am laufen.

Einer meiner Lieblingsläden für Basics ist ja der Hallhuber, der wiederum zum deutschen Gerry Weber Konzern gehört. Hier kann man sich das epaper des Nachhaltigkeitsberichts durchlesen.

Demnach handelt der Konzern nach dem Verhaltenskodex der BSCI und setzt sich u.a. für Arbeits- und Umweltschutz, angemessene Vergütung, zumutbare Arbeitszeiten und gegen Kinderarbeit ein.

Überprüft wird die Einhaltung durch Audits vor Ort, von denen im Geschäftsjahr 2014/15 insgesamt 52 stattgefunden haben und nochmal 38 Re-Audits aufgrund von Mängeln durchgeführt werden mussten. Neuere Nachhaltigkeitsberichte sind leider noch nicht öffentlich, aber ich denke, an den Zahlen kann man sich orientieren.

Kurzum, man weiß nie, wie die Situation vor Ort tatsächlich aussieht wenn man nicht selbst dort war, aber es ist dem Konzern wenigst nicht scheißegal, was mit seinen Arbeitern in den ärmeren Ländern geschieht.

Bedeutet auch: Man kann bei mittelpreisiger und teurer Kleidung nicht automatisch davon ausgehen, dass die Fabrikarbeiter besser behandelt und entlohnt werden. Ebenso gut kann es sein, dass man nur den Namen und/ oder die bessere Qualität bezahlt. Bei Tops für 4,99 Euro sind angemessene Arbeitsbedingungen aufgrund der sowieso schon niedrigen Gewinnspanne aber erst recht ausgeschlossen.

Zurück zu Hallhuber: So ein typischer Hallhuber Store sieht halt auch schon toll aus. Alles ist nach Konzept geordnet, die Kleiderständer sind eher minimalistisch bestückt und man findet immer eine nett lächelnde Verkäuferin, die einen beraten will.

Bin dann mit diesem geilen Samtoberteil in rosé „Made in Turkey“ rausgegangen und habe sogar noch einen Nagellack von Sally Hansen in derselben Farbe geschenkt bekommen 😀

So das reicht, ich kaufe ja sowieso lieber Qualität statt Quantität.

Wieder zu Hause angekommen, habe ich dann noch ein bisschen bezüglich der Produktionsländer recherchiert und dabei herausgefunden, dass China und Konsorten als Produktionsländer langsam viel zu teuer werden.  Äthiopien avanciert mit Monatslöhnen von unschlagbaren 50 Euro quasi zum neuen Bangladesch und die Chinesen und Türken sind als Investoren bereits am Start.

Muss man nun also eher „Made in Ethiopia“ meiden, wenn man gegen Ausbeutung und für Nachhaltigkeit ist? Anscheinend schon! Mir ist nur noch nie ein solches Etikett begegnet! Wahrscheinlich kaufe ich einfach in den „falschen“ Läden ein. Oder Äthiopien ist noch ein echter „Geheimtipp“!

Selbst mein neuer Cardigan könnte trotz „Made in Italy“ Versprechen von chinesischen Arbeitern zu Hungerlöhnen hergestellt worden sein. Wer denkt, „Made in Italy“ stünde für alte italienische Handwerkskunst, der hat nämlich noch nie von dem toskanischen Städtchen Prato gehört!

Einst ein Aushängeschild für italienische Textilwaren, ist die Wirtschaft dort nun fest in chinesischer Hand und es wird pausenlos mit chinesischen Stoffen und zu chinesischen Löhnen produziert.

Nachvollziehbar ist das allles kaum, denn welcher Verbraucher schreibt schon ein italienisches Modelabel an und fragt, ain welcher Stadt deren Ware produziert wird? In Zeiten der Auftragserteilung an Subunternehmen wüssten sie das möglicherweise selbst nicht mit 100%iger Sicherheit..

Außerdem ist ja auch mittlerweile bekannt, dass das „Made in“ Schild auch aufgebracht werden darf, wenn lediglich der letzte Produktionsschritt in genanntem Land erfolgt ist.

Auch am südöstlichen Rande Europas (Rumänien, Bulgarien, Türkei) herrschen teilweise prekäre Arbeitsbedingungen, wenn man sich den weiter oben Nachhaltigkeitsbericht von Gerry Weber durchliest. Nicht umsonst folgten beispielsweise in der Türkei dermaßen viele Re-Audits aufgrund von Mängeln.

Ich sags deswegen gerne nochmal: QUALITÄT STAT QUANTITÄT KAUFEN. Lieber 2 qualitativ hochwertige Oberteile von Marken kaufen, denen man aufgrund von Nachhaltigkeitsinitiativen halbwegs vertrauen kann anstelle von wahllosem Kaufrausch.

Wenn man nicht gerade nur Fair Trade- Kleidung kauft, kann man sich nie zu 100% sicher sein, dass man wirklich nachhaltig eingekauft hat. Kleidung bewusster, länger als nur eine Saison tragen und zumindest bestimmte Herkunftsländer meiden, dann ist schon einiges gewonnen, ohne dass man sich selbst besonders einschränken muss.

Gutbürgerlicher Einzelhandel Part I

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Man hats auch wirklich nicht leicht in der bourgeoisen Mitte der Gesellschaft!

Ständig muss man arbeiten gehen, um sich seinen geliebten Lebensstandard zu erhalten (oder bestenfalls noch zu verbessern) und findet gar keine Zeit, um seine ganzen Ideen an den Mann/ an die Frau zu bringen.

Diese Woche habe ich absolut gar keine Gelegenheit gefunden, um wenigst EINEN Blogeintrag zu verfassen.

Mein bisschen freie Zeit habe ich nämlich viel lieber zum shoppen genutzt!

Und obwohl ich eigentlich ein ganz anderes Thema hier behandeln wollte, wird sich der nächste Blogeintrag nun doch erst einmal dem gutbürgerlichen Einzelhandel in der Bankenmetropole Frankfurt widmen- der Rest läuft schon nicht davon!

2, 3 Tage Geduld und dann gehts um gutbürgerliche Boutiquen, ramschige Resterampenatmosphäre, Leder-Sadomaso und auch die gute ALDI-Tüte wird wieder am Start sein.

 

 

 

 

 

Zeig mir deinen Fellkragen, Baby!

In den letzten Tagen habe ich mich viel mit dem Einsatz von Leder und Pelz in der Modeindustrie befasst, nachdem ich bei den Beautyjunkies auf eine Diskussion gestoßen bin. Ich kann nach meinem ersten Eintrag ja kaum noch verheimlichen, dass ich Handtaschen und Accessoires aus Leder liebe. Du kaufst dir ein schönes hochwertiges Lederaccessoire, packst es aus und dir kommt erst mal dieser typisch ledrige Geruch entgegen.

SOWAS HERRLICHES!!

Manchmal riech ich auch einfach so an Leder, weil ich den Geruch so geil finde. Es gibt ja sogar Parfüms, die Duftbestandteile enthalten, die den Geruch von Leder nachahmen sollen. Ist das jetzt pervers? Wahrscheinlich schon ein bisschen. Immerhin handelt es sich ja um die Haut eines toten Tieres und jemanden, der an menschlichen Leichen riechen würde, den würde man zu Recht als ziemlich abartigen Typen bezeichnen.

Mittlerweile gibt es, besonders in der vegetarischen und veganen Ecke, viele Menschen, die aus Tierschutzgründen Leder ablehnen. Trotzdem ist das Tragen von Leder beim Großteil der Gesellschaft absolut salonfähig, ja sogar erstrebenswert. Auch abseits der Modeindustrie hat doch wahrscheinlich schon jeder die Person XY von seiner neuen, teuren Ledercouch oder von seinem neuen Auto mit Sportledersitzen schwärmen hören. Hochwertig verarbeitetes Leder gilt weiterhin als edel und erstrebenswert.

Mit Kunstleder verbindet man hingegen oftmals noch diesen „billigen“ Lederersatz á la „Gewollt, aber nicht gekonnt!“und mich kann ich da – wie so oft- auch nicht ausschließen. Für eine Kunstledertasche würde ich niemals mehrere Hundert Euro ausgeben, für eine Ledertasche möglicherweise schon.

PARADOX AS FUCK!

Beim Pelz sieht die Sache hingegen schon wieder ganz anders aus.

Einst das Statussymbol der reichen Damen, wird man heute beim Tragen eines Pelzmantels geächtet. Pelz ist einfach nicht mehr salonfähig und dessen Produktion wird hierzulande immer weniger akzeptiert, seitdem hunderte von Reportagen über die Haltungsbedingungen von Nerzen, Marderhunden und Co. öffentlichkeitswirksam verbreitet wurden. Besonders die Kampagnen von PETA bringe ich hiermit in Verbindung.

Auch ich trage keinen Pelz und achte beim Kauf eines Kleidungsstückes mit Pelzbesatz auf die Unterschiede, um nicht aus versehen einen Echtpelz untergejubelt zu bekommen. Dieser ist in der Produktion (Stichwort Pelzfarmen in China..) nämlich teilweise günstiger als gut gemachter Kunstpelz! Sogar Fälle von Falschdeklarierung machten schon die Runde in den Medien, wie aus dem eben verlinkten Artikel hervorgeht.

Wieso aber ist Leder salonfähig und Pelz nicht ?? Ich kann darauf keine richtige Antwort geben.

Wieder einmal ist Informationsbeschaffung und kritisches Hinterfragen die halbe Miete.

Leder kann ja erst mal als Abfallprodukt der Fleischgewinnung in Europa anfallen, aber auch aus beispielsweise Indien und Bangladesch kommen. Dort ist ein riesiger Markt für Billiglederproduktion entstanden. Wie dort mit den Tieren (Tierschutzgesetze??) und Arbeitern (Chromgerbung) umgegangen wird, kann man in etlichen Reportagen ansehen. Welche Version davon ich schlimmer finde, muss ich wohl nicht sagen..

Pelz hingegen ist kein Abfallprodukt der Fleischindustrie. Die Tiere werden nur zum Zweck, ein modisches Accessoire aus deren Fell zu gewinnen, gezüchtet und getötet. Der Rest wird einfach weggeworfen.

Und mal ehrlich jetzt, wer will davon abgesehen schon aussehen wie Cruella De Vil aus 101 Dalmatiner?!?

Aber weil auch die Lederproduktion unschön genug abläuft, propagiere ich auch hier einen bewussten und kritischen Umgang damit. Zum Beispiel sollte man sich zweimal überlegen, ob man sich Lederschuhe für 40 Euro kaufen muss. Solch billiges Leder wird wohl eher nicht vom europäischen Rind stammen.

Außerdem braucht auch kein Mensch 30 verschiedene Paar Schuhe! Da kauf ich mir lieber weniger Schuhe, dafür aber welche, die mehr kosten, wahrscheinlich eh geiler aussehen und dazu auch noch länger halten. Klasse statt Masse!

Hersteller von Lederwaren im gehobenen Preissegment kann man vor dem Kauf per Mail oder im Geschäft direkt fragen, woher sie ihr Leder beziehen. Ich habe bis jetzt die Erfahrung gemacht, dass man schnell Auskunft erhält.

Auch die Hersteller von Lederwaren aus dem Otto normal- oder auch dem unteren Preissegment kann man mit Fragen löchern. Ich denke nur, je günstiger das Produkt ist, desto eher bekommt man eine Antwort, die einem nicht gefällt. Aber selbst dann gilt: je mehr Leute die Hersteller nach der Herkunft fragen und somit ihrem Wunsch nach gut produziertem Leder Ausdruck verleihen, desto eher wird die Modeindustrie auf die Wünsche ihrer zahlungswilligen Kunden eingehen.

 

Gutbürgerliche Suppe fürs Bürgertum

Der Blog ist 4 Tage alt und der Blumenkohl wird vom vielen Herumliegen nicht gerade frischer.

Zeit also, ihm nach seinem Foto-Shooting die letzte und einzig sinnvolle Bestimmung zu geben, die ein biologisch angebauter Blumenkohl aus der Region haben kann: die Verarbeitung zu einer leckeren Suppe!

Ein Blumenkohl ist zwar nicht grade für die Haute Cuisine prädestiniert, aber er muss halt weg und weggeschmissen wird nix!

Die letzten Jahre wird sich in den Medien ja echt viel mit dem Ernährungsthema auseinandergesetzt, wie auch die vielen Blogs zu gesunder/ vegetarischer/ veganer/ ökologischer / fair gehandelter und Bodybuilding-tauglicher Fitnessnahrung zeigen. Sogar Großkonzerne sind schon auf den Öko-Trip aufgesprungen, weil der Verbraucher sich eben dafür interessiert und die Nachfrage steigt.

Das zum Thema Nachhaltigkeit auch teilweise ziemlich scheinheilige Ansichten vorherrschen, muss ich glaube ich nicht erwähnen.(Ich geb meine Doppelmoral ja wenigst noch zu!)

Da wird zum Beispiel über Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein geredet, aber gleichzeitig werden dann Süßkartoffeln aus den USA im nächsten Discounter gekauft und zu Pommes verarbeitet. (In Deutschland gibts ja keine Kartoffeln.)

Oder man ist überzeugter Vegetarier, trägt aber Lederaccessoires. Das passt schon, ist doch eh ein Abfallprodukt.

Zurück zum Blumenkohl.

Für die, die es bockt hier das Freestyle- Rezept, das kriegt auch wirklich jeder Küchen-Legastheniker in wenigen Minuten hin:

  • 1 Blumenkohl
  • 1-2 Zwiebeln
  • 1,2 l Gemüsebrühe
  • 100 ml Schlagsahne oder Rama Cremefine
  • Pfeffer, ggf. geriebene Muskatnuss

Den Blumenkohl in kleine Stücke zerteilen und waschen. Zwiebeln hacken und in der Pfanne mit Öl oder Butter kurz anbraten. Blumenkohl, Gemüsebrühe und Sahne hinzugeben und aufkochen lassen, dann 20 Minuten bei mittlerer Temperatur köcheln und anschließend pürieren und würzen.

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Neulich auf der Goethe..

Dies ist die Kurzfassung des Beitrags.

..eigentlich gehen euch Einzelheiten zu meiner Person gar nix an!

Aber ich komm wohl nicht drum herum zu erwähnen, dass ich in der Nähe von Frankfurt am Main wohne, wenn ich nun erzähle, dass ich auf der Goethestraße, kurz einfach „Goethe“ genannt, war.

Die Goethe ist quasi die Luxusmeile von Ffm und in den Mittagsstunden kann man beobachten, wie sie von den besserverdienenden Anzugträgern  der Bankenmetropole, aber auch von neureichen Osteuropäern und auf Europatour befindlichen Asiaten mit großem Geldbeutel frequentiert wird.

Einheimische Mittelschichtler und Schaulustige, sowie Label-affine Mädels, die monatelang auf das Prestigeobjekt ihrer Träume gespart haben, sind natürlich auch immer am Start.

Im Prinzip ist die Goethe aber eine Straße für das alleroberste Prozent unserer Gesellschaft.

Ich arbeite eigentlich im sozialen Bereich, gehöre somit nicht zur absoluten Oberklasse (wie warscheinlich keiner von uns),  halte aber so gar nichts von dem klischeehaften Tragen von Sandalen und Cordhosen.

Und wie lautet das Motto nochmal? Einfach mal was gönnen!!

Ich hatte heute so richtig Bock, meinen Look auf karrieregeile „Office-Schnalle“ zu trimmen.. da ich von Aigner sowieso schon eine schwarze Lederhandtasche  besitze, bin ich geradewegs in deren dort ansässigen Store gegangen und bin sehr glücklich mit einem neuen Accessoire wieder heraus gekommen.

GEIL GEIL GEIL!

Ich stehe total auf den klassischen Aigner-Look und sie fertigen auch viel in der EU.

Worauf ich nämlich gar keinen Bock habe: eine Tasche für mehrere hundert Euro zu kaufen und dann ein „Made in China“-Schildchen zu erblicken!

Auch wenn manche Firmen bestimmt auch in China mittlerweile bessere Löhne zahlen, habe ich beim Anblick eines solchen Schildchens immer stinkende Polyesterkleidung und kleine, arbeitende Kinderhände vor Augen.

Zurück vom Einkauf habe ich zu Hause auf der Plattform „Yelp“ Bewertungen über die einzelnen Boutiquen der Goethestraße gelesen und bin bei der Bewertung vom 21.07.2010 in schallendes Gelächter ausgebrochen.

Da geht jemand aus reiner Provokation mit Shorts, Dreitagebart und ALDI-Tüte in einen Hermès Store und dann platzt ihm auch noch die Tasche auf und die ganzen Lebensmittel liegen verstreut auf dem Boden herum!

Die Krönung ist dann aber die Frage nach einer Ersatztasche, wenn man bedenkt, dass man gerade in einem Laden ist, in dem Taschen mehrere tausend Euro kosten können!

„Wie provokant und geil und anstößig!“ denke ich mir so im ersten Moment. Und im Zweiten dann: „Was macht dieser Mensch eigentlich mit einer ALDI-Tüte bei Hermès? So Leute gehören doch gar nicht in solche Läden, kein Wunder wurde der so angeguckt ..“

WIE ABSURD SO ZU DENKEN EIGENTLICH!

Vor allem als jemand, der doch selbst nicht zu den obersten zehntausend gehört und auch bei Discountern einkauft und nach Sonderangeboten Ausschau hält?

Da sieht man halt mal wieder, welche Macht das Streben nach Exklusivität einfach besitzt und wie viel Einfluss Prestigemarken und Luxusgüter auf die Denkweise der Menschen nehmen. (Ich hätte es mich zumindest nicht getraut, dort mit ALDI-Tüte aufzutauchen!)

Ich liebe diese Story und widme der ALDI-Tüte als Sinnbild des ganzen Blogs deswegen auch meinen ersten Eintrag 🙂